Samstag, 9. Januar 2016

weiter auf ...

Das ist (vorläufig?) das Ende dieses Blogs. Irgendwie ist er mit Flickr und Urban Sketchers überflüssig geworden. Meine neuen Skizzen poste ich weiterhin:
auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/98197669@N07/
und manche im Urban Sketchers Blog : http://switzerland.urbansketchers.org .

... und vielleicht gelegentlich (Herbst 16) ein neues Projekt ...


Wasserlösliche Tinte im Fülli, Wasserpinsel. Ich ging im Bremgartenwald spazieren und folgte einem schönen Klang. Dabei kam ich zu diesem musizierenden Paar und skizzierte mit sehr viel Freude zu ihrer Musik. 

Freitag, 25. Dezember 2015

Experimentierphase IV: Pinselstift

In der Antikensammlung, Bern:
 
Ein grauer Pinselstift und Wasserpinsel. Ich mag die Pinsellinien besser als die Filzstiftlinien. Jene geben ein genaues, technisches Gefühl, diese gleichzeitig fein und grosszügig.
 

Samstag, 12. Dezember 2015

Experimentierphase lll: wasserlöslicher Bleistift

Im Winter skizziere ich lieber einfach und schnell. Es soll "handschuhtauglich" sein - und mit Möglichkeiten für scharfe Linien, schwarze Schatten und weiche Nebel. Wasserlöslicher Bleistift 8B und Wasserpinsel:

Ein Spaziergang von Niederscherli aus, über dem Nebel. Aha-Moment bei der 2. Skizze bei den Häusern rechts. Davor meinte ich, Bleistift ist nicht so mein Ding: Konturen zeichnen, dann ordentlich schattieren ... . Auf der 2. rechten Seite (etwas müde von stehend Skizzieren und Skizzenbuch auf dem Zaunpfahl balancieren) begann ich mit dem Bleistift zu "chriblen", "malen". Konturen, Flächen und Strukturen entstanden gleichzeitig, aus dem Fluss. Und plötzlich fühlt sich die Zeichnung ganz lebendig an, und das Zeichnen zaubert Glücksgefühle!

Samstag, 28. November 2015

Experimentierphase II: Filzstift

Mit dicken Filzstiftlinien kann ich die Unschärfe auf dem Blatt kompensieren (Alter ...). Das macht mehr Freude als feine Tintenlinien:



Lenzburg, Gleiseins


Lenzburg


Weltweiter Klima-Aktionstag in Bern


(... Und wenn ich dann mal Zeit habe, kümmere ich mich um eine Bifokal- oder Gleitsichtbrille). Bis dann  erkunde ich die Alterssichtigkeit: Entscheiden, was ich scharf sehen möchte, was wichtig und weniger wichtig ist. Welche Details brauche ich wirklich zu sehen, was kann ich vereinfachen? Welche Muster und Möglichkeiten tauchen neu auf? Vereinfachen, wesentlicher werden ...

Filzstift ist praktisch, schnell, eher technisch - und eher wenig spürig.  Könnte mit etwas Farbe spielerisch sein? Oder spürig und sichtbar mit dicken Tintenlinien?

Samstag, 14. November 2015

Experimentierphase I Kreiden

Lange habe ich hier nicht gepostet, nur auf der Urban Sketchers Seite ( http://switzerland.urbansketchers.org/ ) und Flickr - wozu also doppelt posten?
Auf jenen Seiten schreibe ich mehr, was es ist, wo ich unterwegs war. Hier möchte ich das zeichnen wieder mehr reflektieren. Ich möchte das Zen-Sehen wieder mehr fühlen und erfahrbar machen. Weniger lange sitzen bis eine Skizze fertig ist. Den Materialaufwand vereinfachen. Licht noch besser zur Geltung bringen, das Wesentliche einfangen, meiner Experimentierlust frönen,  dem Herbstwetter und dem Alter gerecht werden, ...


Ein paar Tintenlinien im Wanderskizzenbuch, mit quergelegter Aquarellkreide getönt:

Saflischpass mit Puderzuckerschnee

 Lämmerenboden

Das Tempo war sehr wandertauglich : 5-10 Minuten. Die Kreide funktioniert auf diesem Papier. Es war wesentlich, zuerst lange zu schauen und dann präzis nur wenige Linien und Flächen zu setzen. (Da kann ich noch mehr "Zen" üben. Und wieviel es braucht, rechtzeitig aufhören.) Die Skizze von der Lämmerenhütte, die mit Linien und Kreide zugemalt ist, poste ich nur Erinnerung, mehr weiss zu lassen. Die Felsen waren dunkel und schattig (und darunter Schnee), aber die Stimmung war überhaupt nicht (so) dramatisch.

Das ging für mein Zeichengefühl zu schnell. Wohl keine Minute. Wenn es so kalt ist wie dort, macht das aber nichts.

Freitag, 15. Mai 2015

unterwegs in Sardinien

Eine Woche zu Fuss im Süden, dann eine Woche mit dem Auto im Osten. Einiges ist im Skizzenbuch, einiges auf losen Blättern. Ich liebe das Handliche, Klare im Skizzenbuch.  Und ich geniesse die Freiheit, auf losen Blättern mit viel Wasser und Farbe zu "choslen". Es entsteht mehr Überraschndes.  Ich spiele gern mit dem Zu-fall.
Ein ganz cooler (und windiger) Platz zum Warten auf den Bus, der nicht so fährt wie im Internet-Fahrplan.


Wandern nach der Karte ist schwierig. Die Wege sind anders als erwartet, und dazwischen undurchdringliche Macchia. Und manchmal geht ein Zaun über den Weg, und wir müssen viele Kilometer um den Zaun herumgehen. Deshalb haben wir nach 2 1/2 Tagen entschieden, einfach einem guten Weg zu folgen, und so hoffentlich in 2-3 Tagen wieder in die Zivilisation zu kommen.

 Erste Bauernhäuser und eine Strasse mit 8 Furten
 Kirche Sankt Pietro in Villa San Pietro.


Es hat ganz viel Landwirtschaft auf liebevoll gepflegten kleinen Flächen.
Lanusei Freudige Überraschung, als wir um eine Kurve kamen: Lanuesei ist eine unglaublich steile, bunte Bergstadt. Wir haben die Augen fast nicht getraut. Leider war es zu kalt zum Zeichnen.  Rechts Spuren einer Kultur vor 2000 und mehr Jahren.

Nach  ca 500 Höhenmetern die Steilküste hinunter - auf einen guten Wanderweg - windgeschliffene Felstürme:  Cala Golorize (bei Baunei).

 Ein 1000-Jähriger Olivenbaum auf dem Hochplateau bei Baunei.

 Ein Zeltplatz für uns allein bei der Coop. Golorize. Und Tag und Nacht viele Tiere rundum.



Mittwoch, 22. April 2015

time as art

Zeit als Kunst. Ich werde bald 52 und spüre den Verfall in den Gelenken. Zeit und Kräfte sind nicht mehr so selbstverständlich, "unendlich" da wie früher. Manchmal ist es Routine, oft Planung, manchmal Zufall, Spiel, Abenteuer, wie ich meine Zeit gestalte. Manchmal eine Kunst - und das enthält ja Bewusstsein, Spiel und Abenteuer, Können und Nichtwissen.

Bisher habe ich in diesem Blog über Skizzenbücher nachgedacht und berichtet. Was ich daneben male, nimmt immer mehr Raum ein und bringt andere Aspekte des Lebens ans Licht. Reflektiert auch "time as art". Vielleicht wird daraus ein neuer Blog.

Für heute heisst "time as art", dass ich jetzt nicht das ganze Sardinienskizzenbuch scanne und teile, bevor ich weiter zeichne und male. Ich wähle eine Skizze. Oder keine: Der Scanner streikt und ich male jetzt ;-).